Focus – Wertgütemessung (Dreistufenkonzept)

In der angewandten Wissenstechnologie vom System INKOBA spielt Wertgüte eine große Rolle. In diesem Beitrag werden der Begriff Wertgüte definiert und in kurzen Zügen das Dreistufenkonzept zur Wertgütemessung beschrieben.

Definition Wertgüte

Wertgüte ist im System INKOBA, welches als Systembaustein angewandter Wissenstechnologie grundsätzlich dem Leistungs-, Werte- und Nachhaltigkeitsmanagement von Organisationen dient, ein subjektives Maß und ein ordinaler Zahlbegriff für Werte, der im Rahmen von diskursethischen Auseinandersetzungen zu einer Grundwerteerklärung beitragen kann. Sie lässt sich in 3 Ebenen bestimmen, nämlich auf der persönlichen, der kollektiven und der strategischen Ebene. (ordinaler Zahlbegriff siehe Go)(Diskursethik siehe Go).

Wertgütemessung (Stufe 1)

In dieser Stufe geht es um die Messung einer persönlichen Wertgüte. Zur Bestimmung der Wertgüte auf persönlicher Ebene sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen.

(1) Für die Messung muss ein thematischer Rahmen abgesteckt wurden sein.

(2) In diesem Rahmen sind bekannte und gelebte Werte diskursethisch anzusprechen.

(3) Die Werte werden jeweils zu verschiedenen Aspekten hinsichtlich Werthaltigkeit abgefragt.

Für die Darstellung der Werthaltigkeit wird eine Skala von 1 – 10 verwendet. Im Ergebnis entsteht eine ordinale Zahlenreihe, die als persönliche Wertgüte zum vorgegebenen thematischen Rahmen und unter Beachtung bestimmter zeitnaher Aspekte gilt. Zur Ermittlung der Wertgüte können digitale Werkzeuge verwendet werden.

Wertgütemessung (Stufe 2)

In dieser Stufe geht es um die Messung einer kollektiven Wertgüte. Zur Bestimmung der Wertgüte auf der kollektiven Ebene sind Ergebnisse von der Stufe 1 unverzichtbar.

Darauf aufbauend werden die Einzelmessungen ungewichtet sortiert und im Fall mehrerer Gruppen erneut diskursethisch mit dem Ziel besprochen, am Ende eine Grundwerteerklärung abgeben zu können.

Wertgütemessung (Stufe 3)

In der dritten Stufe geht es um die Messung einer strategischen Wertgüte. Diese Messung ist dann erforderlich, wenn es um nachhaltige Entwicklungen gehen soll. Zur Bestimmung der Wertgüte auf strategischer Ebene sind die Ergebnisse der Stufe 2 unverzichtbar.

Darauf aufbauend werden ausgewählte Werte aus der Grundwerteerklärung dahingehend gewichtet, wie groß Ihre Wirksamkeit auf das Erreichen der vorgegebenen Ziele sein kann.

Für die Darstellung der Werthaltigkeit wird eine Skala von 1 – 7 verwendet. Die im Ergebnis entstehende Zahlenreihe ist dann ein Ausdruck einer Momentaufnahme. Durch eine angemessene Wiederholung der dreistufigen Wertgütemessung kann eine Entwicklung aufgezeichnet und ihr Verlauf möglicherweise durch geeignete Maßnahmen strategisch angepasst werden.

2 Kommentare

  1. Lieber Reinhard,
    deiner E-mail folgend habe ich mich sogleich auf den digitalen Weg gemacht und die Wertgüte mir angesehen – es wäre eventuell hilfreich, die einzelnen Ebenen mit Beispielen zu unterlegen,damit es verständlicher und greif barbarer wird – liebe Grüße Katrin

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